Freitag, 22. März 2019

„Was macht ihr so?“ – 1. Projekttag „Darstellendes Spiel“ am LMG

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„Was macht ihr so?“ Wenn man in den Oberstufenraum kommt, hört man diese Frage des Öfteren.

Ein MAXIMAL-Artikel

  • von: Annalena Wirth
  • Fotos: Victoria Backhaus, Lars Böhm, Selin Kadem

Es liegt wohl in der Natur des Schülers, sich über Unterrichtsstoff auszutauschen. In den DS-Kursen ist das jedoch eher weniger der Fall. Da es nur einen Kurs pro Stufe gibt, und die Stufen untereinander eher mäßigen Kontakt zueinander pflegen, tauscht man sich nur wenig aus. Das soll sich durch den DS-Tag ändern.

Freitag, 22. Februar, 07:50 in der Mensa. Schülerinnen und Schüler aus 3 DS-Kursen und Stufen stehen in einem Kreis, alle von oben bis unten in schwarz gekleidet, wodurch sie fast schon wie bei einer religiösen Zeremonie wirken.

Doch wie immer gibt es natürlich jemanden, der etwas vergesslicher ist, und blaue Jeans und einen weißen Pullover trägt. Das erste Mal wird einem klar, warum die DS-Lehrer immer darauf bestehen, dass wir alle schwarz tragen: Wir wirken wie eine geschlossene Einheit, wer kein schwarz trägt, sticht sofort heraus.

Anfangs sind die einzelnen Kurse noch schüchtern, jeder bleibt bei seinen Freundinnen und Freunden, alle tuscheln.

Was machen wir also in DS, um die Stimmung aufzulockern und Ruhe reinzubringen? Genau; Warm-Ups, also Aufwärmübungen für die Stimme und den Körper.

In kleinen Gruppen stellen die Abiturienten ihre vorher schon im eigenen Kurs erprobten Warm-Ups vor, und alle scheinen sichtlich Spaß zu haben.

Anschließend heißt es: „Was macht ihr so?“ – Der Kurs der Jahrgangsstufe 10 führt sein Stück auf, welches sie schon auf dem Leseabend und beim Besuch des Landtagsabgeordneten Bernhard Braun proben konnten. Von Liebe und Affären geht es über zu Rechtspopulismus und dem Lehrermeldeportal.

Besonders herausgestochen hat wohl der DS-Kurs der 11. Stufe unter Leitung von Frau Mosbach; wie auch der jüngere Kurs haben sie sich ein politisches Thema für ihr Theaterstück rausgesucht: die Favelas in Brasilien, die Unterschiede zwischen Arm und Reich.

Durch chorisches Sprechen und musikalische Einlagen werden die Liebesgeschichte zwischen einer Unternehmertochter und dem Bettler untermalt.

Der Applaus scheint gar nicht mehr aufzuhören, und ich meine sogar, dass ich die ein oder andere Träne fließen sehen habe.

In der anschließenden Feedbackrunde hebt bei dem Punkt Kritik kein einziger seine Hand, dafür sind sich die drei Kurse bei der Frage über die „Magic Moments“ einig: „Alles!“.

Die Komödie rund um den primitiven Vater Ubu, der den König von Polen stürzen will, lockert die Stimmung definitiv auf.

Die Darsteller erhalten viele Komplimente, vor allem Respekt dafür, dass sie sich bei Beleidigungen wie „grüne Rotze“ oder „Schoiße“ ernst bleiben konnten.

Anschließend teilen sich die Kurse in Kleingruppen auf, die in gleichgroßen teilen aus Schülerinnen und Schülern jeder Stufe bestehen, um sich gegenseitig nochmal detaillierte Rückmeldungen zum Stück zugeben und über ihre Arbeit im Fach „Darstellendes Spiel“ generell zu reden.

Dabei konnten die Älteren Tipps zur Seriosität geben, die Jüngeren wiederum vor allem, wie man effektiv an einem Stück arbeitet.

In der letzten Phase setzten sich alle Kurse einzeln mit ihren jeweiligen Lehrern zusammen und besprachen, wie sie die Kritik und Anregungen der Anderen umsetzen können, wie das Stück weitergeht und wer für welche Aufgaben zuständig ist.

Die Meinungsbilder am Ende machen deutlich; der DS-Tag war in allen Altersgruppen ein voller Erfolg und wird am LMG zu einer Regelmäßigkeit!

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