Wir lernten dort neue Eindrücke zum Ersten Weltkrieg kennen und bekamen Einblicke aus erster Hand.
Verdun, heute eine Kleinstadt in Frankreich und Weltfriedenszentrum, war 1916 Schauplatz einer der schlimmsten und längsten Schlachten an der Front zwischen Deutschland und Frankreich.
Im Rahmen einer ganztägigen Führung besuchten wir das Museum „Musée Mémorial de Verdun“, das Fort Douaumont und das Beinhaus von Douaumont, wo sich auch der Soldatenfriedhof befindet.
In der Ausstellung im Musée Mémorial de Verdun konnten wir Kleidung, Waffen und persönliche Gegenstände der Soldaten betrachten. Auch die militärische Ausstattung der damaligen Zeit sowie die damaligen medizinischen Mittel wurden ausgestellt. Die Ausstellung bot außerdem die Möglichkeit, vorgelesene Briefe und Augenzeugenberichte anzuhören, Videos und Bilder aus jener Zeit anzusehen sowie Informationstexte zum Kriegsgeschehen und zum Alltag der Soldaten zu lesen.
Die Besichtigung des Fort Douaumont sowie die Fahrt durch die noch immer vom Kriegsgeschehen gezeichneten Wälder und Wiesen lieferten uns eindrucksvolle Einblicke in das damalige Kriegsgeschehen. Uns wurden die damaligen Schlaf- und Lebensumstände der Soldaten, eine der Kanonen sowie die Grabstätte von 679 deutschen Soldaten im Fort gezeigt.
Nach der Besichtigung des Fort Douaumont ging es weiter zum Beinhaus von Douaumont. Auf der Fahrt dorthin konnten wir den Soldatenfriedhof mit 16.412 Gräbern sehen.
Im Beinhaus selbst konnten wir die Knochen von bis heute 130.000 nicht identifizierten Soldaten betrachten und die Namen der damals verstorbenen Männer lesen.
Die Fahrt vermittelte uns viele neue Eindrücke zum Ersten Weltkrieg und hinterließ einen bleibenden Eindruck vom damaligen Geschehen. Was wir zuvor nur aus Texten in Büchern kannten, konnten wir dort mit eigenen Augen sehen. Es war ein einmaliges Erlebnis und wird uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

