Samstag, 14. März 2026

Modellierungstage für Mädchen am LMG

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Während der Modellierungstage an unserer Schule beschäftigten wir uns zwei Tage lang intensiv mit verschiedenen mathematischen Fragestellungen.

Ziel war es, reale Probleme mithilfe mathematischer Methoden zu modellieren und mögliche Lösungen zu entwickeln. Am Ende der zwei Tage präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse in kurzen Präsentationen vor den anderen Teilnehmerinnen. Insgesamt arbeiteten drei Gruppen an unterschiedlichen Themen.

Die erste Gruppe untersuchte die Frage, wie man beim Spiel Mastermind möglichst schnell die richtige Lösung herausfinden kann, insbesondere im ersten Schritt. Dafür wurden alle möglichen Kombinationen mathematisch betrachtet und in einer Tabelle festgehalten. Durch die Auswertung dieser Daten kam die Gruppe zu dem Ergebnis, dass es am effektivsten ist, mit vier verschiedenen Farben zu beginnen, um möglichst viele Informationen über die richtige Kombination zu erhalten.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, wie man die Anstellsituation in einem Supermarkt möglichst effizient gestalten kann, sodass die Wartezeiten für die Kundinnen reduziert werden. Dazu wurden verschiedene Situationen mit Schülerinnen aus der Klasse simuliert. Auf dieser Grundlage entwickelte die Gruppe ein Ticketsystem: Jede Person zieht zunächst ein Ticket und stellt sich anschließend an einer Kasse an. Sobald sich an einer Kasse vier Personen befinden, wird automatisch die nächste Kasse geöffnet. Dieses System soll dazu beitragen, den Ablauf besser zu strukturieren und lange Warteschlangen zu vermeiden.

Die dritte Gruppe arbeitete an verschiedenen Fragestellungen rund um Flughäfen. Eine zentrale Frage war, wie ein Flugzeug möglichst schnell und effizient geboardet werden kann. Dafür wurden zunächst Zeiten für unterschiedliche Personengruppen gemessen, zum Beispiel für Seniorinnen, junge Erwachsene, Kinder, Schwangere und Menschen mit Beeinträchtigungen. Anschließend wurden diese Werte für Berechnungen genutzt. Eine mögliche Lösung war, die Passagiere nach ihren Sitznummern einsteigen zu lassen, um Staus im Gang zu vermeiden. Zusätzlich wurden verschiedene Situationen praktisch simuliert, zum Beispiel mithilfe von Krücken oder durch das Nachspielen mit einer ganzen Klasse.

Da für das Projekt nur zwei Tage zur Verfügung standen, konnten die Modelle und Ergebnisse noch nicht vollständig ausgearbeitet werden. Dennoch wurden viele interessante Ansätze entwickelt, die zeigen, wie mathematische Modellierung helfen kann, reale Probleme besser zu verstehen und zu lösen. Außerdem war das Projekt speziell für Mädchen organisiert, um ihr Interesse an Mathematik und wissenschaftlichem Arbeiten zu fördern.

Die Modellierungstage werden von des Kompetenzzentrums für mathematische Modellierung in MINT-Projekten in der Schule. Die Modellierungstage im Februar wurden von Fabian von der Warth von der RPTU begleitet [Anm. d. Red.: Fabian von der Warth ist ein ehemaliger Schüler des LMGs].

ModellierungswocheM

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  • geschrieben von: Alana Krompholz, MSS10